Polizei sucht Patienten nach Todesfall


Foto: Polizei NRW

Mönchengladbach/Brüggen – Nachdem in der Zeit vom 28. bis 30. Juli drei Patienten kurz nach einer „biologischen Krebsbehandlung“ im „Biologischen Krebszentrum Bracht“ verstorben sind, ermittelt die Polizei Mönchengladbach und die Staatsanwaltschaft Krefeld in einem Todesermittlungsverfahren. Auch wenn genauere Untersuchungen der Todesfälle noch zeigen müssen, was genau passiert ist, besteht nach Angaben der Polizei ein konkretes Gesundheitsrisiko für andere Patienten, die sich ebenfalls dieser Behandlung in der Klaus-Ross-Klinik unterzogen haben.

Da nicht alle Namen und Anschriften der Patienten bekannt sind, die in der Klinik behandelt wurden, bitten die Ermittlungsbehörden die Betroffenen dringend, sich umgehend bei der Hotline des Gesundheitsamtes Viersen unter der Rufnummer 02162 391503 zu melden. Betroffene niederländische Patienten können sich alternativ unter der allgemeinen Rufnummer 44 der Niederländischen Polizei melden und sich mit dem Servicezentrum Gelderland-Zuid verbinden lassen.

Angaben zum Ermittliungsverfahren nimmt die Ermittlungskommission „BROM“ der Polizei Mönchengladbach entgegen (02161 290).

Niederländischen Medien berichten, einer der Verstorbenen sei der verbotene bzw. nicht zugelassene Wirkstoff 3-Bromopyruvat verabreicht worden. Sie berufen sich dabei auf die Angaben des Ehemannes der Frau. Ob dies tatsächlich die Todesursache ist, wird noch untersucht. Die Klinik wurde mittlerweile auf Weisung des Kreises Viersen geschlossen.